Sehr guter Beitrag. We like. Panorama-Bar, Photo & Text via gefühlskonserve.
Zwei Wochen war die Panarama-Bar im Berliner Berghain geschlossen. Letztes Wochenende wiedereröffnete sie nach, wie es im Flyer heißt, “umfangreichen Umbauarbeiten”. Aufgefallen sind mir eine neue Lichtinstallation an der Decke und neue Kunst an den Wänden. Wo bisher eine riesige Vagina von der Wand grinste, provoziert nun ein großes Foto eines männlichen Pos, dessen Backen weit auseinander gezogen sind. Was war der Grund für den Wechsel? Vielleicht will man Presseartikel wie diesem widersprechen, in denen es hieß:
Die Panoramabar ist heller, freundlicher als das „Berghain“. Die Menschen sehen irgendwie glücklicher aus, man sieht weniger Leder und gepiercte Oberkörper, die Atmosphäre ist nicht ganz so obsessiv-schwul wie einen Stock tiefer. Davon zeugt auch das riesige Bild, das über dem schwarzen Hartgummitresen hängt und von dem Turner-Preisträger Wolfgang Tillmanns stammt: Es zeigt die Nahaufnahme einer Vagina. (Julia Spinola in der FAZ)
Solchem Stuss zeigt das neue Foto den blanken Arsch. Das Feierpublikum interessiert sich alldieweil wenig dafür. Mehrmals hörte ich von Gästen, mit denen ich mich letzten Sonntag unterhielt, “Die Muschi hat mir besser gefallen”. Weitere Veränderungen sind mir nicht aufgefallen, was vielleicht aber dem Umstand geschuldet ist, dass ich nur alle paar Monate da bin und mir deshalb nicht jede Veränderung als solche bewusst wird. Wenn Euch mehr aufgefallen ist, lasst es mich wissen.
